Freitag, 29. Juli 2016

21. Etappe Olonne sur Mer - La Tranche-sur-Mer 48 km (gesamt 1385 km)

Wir waren heute zwar früh raus aus den Federn, doch leider regnete es. Also erst mal frühstücken und hoffen, dass es danach besser wird. War aber leider nicht so. Also noch einen Kaffee trinken. Danach hatte Petrus ein Einsehen (wahrscheinlich hatte Jakobus mit Petrus gesprochen). Nach kurzer Zeit regnetete es allerdings wieder leicht. Ich wollte schon knicken, aber Rita die Eiserne sagte: Weiter geht's, es wird schon wieder schön. Na ja, es wurde tatsächlich besser und so sind wir unsere kurze Tour auch zu Ende gefahren. Wegen des Regens haben wir allerdings die vermutlich machtschigen Sandradwege gemieden. Auch der Rückenwind führte dazu, dass wir schon gegen 14:00 Uhr am Ziel waren. Tranche-sur-Mer liegt am nördlichen Ende der Bucht von La Rochelle. Unser Campingplatz liegt direkt am Meer, also gönnen wir uns einen Tag zum Ausspannen mit Tolino und hoffentlich wieder besserem Wetter.
Ich muss noch ein wenig an meiner Motivation für Spanien arbeiten. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich genügend Kondition für die spanischen Berge habe und Rita kann ja nicht alles Gepäck transportieren. Einen Berg hochfahren ist eine Sache, einen Berg mit 10-15 kg Gepäck hochfahren noch einmal etwas anderes.  Rita ist allerdings guten Mutes und glaubt fest an unser Ziel. Mal sehen ...
Wir haben jetzt ca. die Hälfte der Gesamtstrecke geschafft.

am Strand von La Tranche-sur-Mer




Donnerstag, 28. Juli 2016

20. Etappe Saint-Jean-de-Monts - Olonne-sur-Mer 53 km (gesamt 1337 km)

Nachdem wir gestern sehr gut essen waren und dabei ein Flasche Wein getrunken hatten, sind wir heute Morgen erst um 9:00 Uhr aufgestanden. Wir kamen irgendwie nicht aus den Federn. Nach dem Frühstück war es bereits 11:15 Uhr. Aber das muss auch möglich sein. Wir sind dann auf den an den Campingplatz angrenzenden Radweg in unsere heutige Tour eingestiegen.
Obwohl die Gegend eigentlich recht flach und eben ist, ging es auf dem Radweg auf und ab. Erschwerend für ein zügiges Fortkommen ist außerdem, dass dort jeder unterwegs ist, von der Oma bis zum Kleinkind. Und schließlich ist Urlaubszeit. Trotzdem war es sehr schön so nah am Meer zu fahren.

Atlantik am Vende

Mittwoch, 27. Juli 2016

19. Etappe Frossay - St. Jean-De-Monts 66 km (gesamt 1284 km)


Reifenpanne

Die Loire haben wir heute Morgen bei recht kühlem und bedeckem Wetter verlassen. Zeitweise sah es so aus, als würde es regnen. Alles war aber gut. Wir sind ohne Karte, rein nach Fahradnavi quer durch das Vendée gefahren, leider oft auf schnell befahrenen Straßen. Da wir ein wenig seitlichen Rückenwind hatten, kamen wir gut voran. Nach der Mittagspause war das anders. Der Wind hatte gedreht, so dass wir die letzten 23 km permanent heftigen Gegenwind hatten. Wir sind jetzt auf dem Campingplatz La Foret. Auch hier werden Erinnerungen wach. Vor sechs Jahren waren wir mit Nicole, Kurt, Paul, Anna und Nina schon einmal hier. Anna hat hier große Fortschritte beim Schwimmen gemacht. Häufig haben wir im Pool geübt.
Noch ein Nachtrag zu gestern. Rita hat ihren ersten Platten hinbekommen. Ich habe dann feststellen müssen, daß ich weder die Schlüssel zum Ausbau ihres Hinterrades dabei habe, noch Ahnung davon hatte wie man eine Shimano-Nexus-7-Gangschaltung aus- und später wieder einhängt. Aber auf einem Campingplatz gibt es immer Lösungen. Unser Zeltnachbar, ein Franzose, kannte sich super aus. Er hatte das notwendige Werkzeug dabei und half mir tatkräftig. Jetzt läuft alles wieder.

Stand vor St. Jean-De-Monts

Dienstag, 26. Juli 2016

18. Etappe Ansenis - Frossay 82 km (gesamt 1218 km)


Loire-Brücke bei Ansenis

Die heutige und letzte Loire-Etappe begann recht kühl. Wir mussten noch einmal unsere wärmeren Jacken auspacken. Wie sonst auch, mussten wir an unterschiedlichen Seiten der Loire fahren und kamen recht zügig voran. Besonders ist hierbei immer die Loire-Überquerung über eine Brücke. Manchmal sind hierfür besondere Radfahrspuren vorhanden, oft aber auch nicht. Dann bildet sich meißtens eine Autoschlange hinter den Radfahrern.
Der Horror schlechthin war die Durchfahrt von Nantes. Der Bikeline-Führer zeigte zwar an, dass man immer an der Loire fahren soll, aber so einfach ist das oft nicht.
Hinter Nantes mussten wir noch einmal die Uferseite wechseln. Da hier keine Brücke vorhanden ist, gibt es eine Fähre, die uns gratis zur anderen Seite brachte.

Fähre über die Loire

Montag, 25. Juli 2016

17. Etappe Angers - Ancenis 71 km (gesamt 1136 km)

Loire-Landschaft vor Nantes

Wir haben heute noch einmal ein paar Kilometer gemacht. Bei bedecktem Wetter ging das recht gut. Ein paar Tröpfchen sind zwar gefallen, aber richtig geregnet hat es nicht.
Schaut man auf die Karte, sieht man, dass wir kurz vor Nantes sind. Morgen steht uns die letzte Loire-Etappe bevor. Wir freuen uns schon aus das Meer. Unten sieht man unser kleines Zuhause.

Unser kleines Zuhause für viele Nächte

Sonntag, 24. Juli 2016

16. Etappe Saumur - Angers 50 km (gesamt 1065 km)

Das ideale Radlerwetter hält an. Morgens ist es gut 20° und gegen Mittag geht es bis 30°. Wir sind heute, nach einem guten Frühstück los und kamen auch sehr gut voran. Unsere Strecke lag überwiegend auf normalen Straßen. Da aber Sonntag ist, war dies kein Problem, denn der Berufsverkehr fehlte komplett. Wir sind in Angers auf einem Campingplatz, der wiederum auf einer Insel der Loire liegt. Übrigens erst ab Saumur konnten wir Boote auf der Loire sehen. Weiter oberhalb ist sie zumindest momentan zu flach.
unterwegs zwischen Saumur und Angers

Rita ist unsere Blogfotografin. Alle veröffentlichen Fotos stammen von ihrem
Handy. Ich leiste mir den Luxus, meine Spiegelreflexkamera in einem Fotorucksack mitzuschleppen. Diese Bilder sind für eine spätere Fotodokumentation gedacht.
Wir sind auf unserer Tour auch mit einer Botschaft quer durch Europa unterwegs:

ein besonderes Thema für die Region Aachen



Samstag, 23. Juli 2016

15. Etappe Savonnièrs - Saumur 63 km (gesamt 1015 km)

Wiederum eine wunderschöner Tag zum Radeln. Vom Campingplatz sind wir schon um 9:00 Uhr gestartet. Das ist recht früh, weil wir ja immer noch unser Zelt und alle damit verbundenen Utensilien verpacken müssen. Im Ort haben wir uns dann mit 3 Liter Wasser, einem Baguette und einem Croissant eingdeckt. 100 Meter weiter gab es in einer Bar 2  "Cafè au lait" und somit war das "kleine französische Frühstück"gerettet. Nun konnte es richtig losgehen.  Nach ca. einer Stunde sahen wir in der Ferne ein Anhäufung von vielen in blau-weiß gekleideten Radfahrern. Als wir näher kamen löste sich das Rätsel auf. Alle, ca. 15 Männer, standen da und mussten pinkeln. Leider haben wir nicht rechtzeitig geschaltet, denn das wäre ein Foto wert gewesen.
Bei schönem und nicht zu warmem Wetter fährt es sich natürlich gut. Wenn dann noch die Landschaft und die vielen kulturträchtigen Schlösser hinzukommen, ist das schon einzigartig. Wir stehen heute wieder auf einem Campingplatz, diesmal mit 5 Sternen und mitten in der Loire auf einer Insel, allerdings für 37,50€ für eine Nacht. Nicht schlecht für 2 Personen und ein kleines Zelt.
Loire-Schloss bei Savonnièrs
 

Freitag, 22. Juli 2016

14. Etappe Amboise - Savonnières 46 km (gesamt 952 km)


Kunst oder einfach nur Sammelleidenschaft?

in einem Restaurant in Savonnières
Ungern haben wir heute morgen Amboise verlassen. Zu Amboise gibt es auch noch etwas nachzutragen. Als wir gestern Abend noch ins Städtchen auf ein Gläschen Wein sind, konnten wir bei den Dreharbeiten für einen Film zuschauen. Alles fand direkt vor dem Schloss von Amboise statt. Es ging um eine kurze Szene, die einen Empfang von hochgestellten Persönlichkeiten, welche in das Chateau einzogen, darstellte. Die Szene an sich war langweilig, aber das aufgeregte drum und dran mit einer speziellen Filmkamera, die 5m über die Köpfe der Akteure ausgefahren wurde, einem Maserati, einem Rolls-Reus und einer Superlangversion einer amerikanischen Limousine. Nach der 3. Wiederholung sind wir zwar gegangen, aber die Hektik am Drehort ging weiter.
Unser gestern schon gelobter Campingplatz überraschte uns heute noch einmal. Es wurde ein "petit défjeuner" angeboten, d. h., dass wir nicht nüchtern losfahren mussten.
Die Temperaturen waren heute sehr angenehm. Unsere  Mittagspause legten wir vor der imposanten Kathdrale von Tours ein. Leider haben wir durch Unachtsamkeit den tollen Weinort Vouvray verpasst. Wir hätten rechtzeitig die Loireseite wechseln müssen. Jetzt sitzen wir in einem Restaurant in Savonnièrs und trinken ein Glas (oder auch zwei, drei) Vouvray.

Donnerstag, 21. Juli 2016

13. Etappe Blois - Amboise 48 km (gesamt 906 km)

Diese Etappe ist zwar recht kurz, aber an Amboise darf man nicht einfach vorbeifahren. Schließlich muss man dem "Leo" (ich meine natürlich Leonardo da Vinci) die Ehre erweisen. Er war schließlich  einer der bedeutendsten Gelehrten der vergangenen 500 Jahre und hat hier seine letzten Lebensjahre verbracht.
Die Tour an sich war zu unserem Erstaunen recht hügelig und führte immer wieder von der Loire weg zu den umliegenden Dörfern. Wir sind jetzt auf dem Campingplatz "de I'll d'Or. Obwohl er 2 Sterne hat, kann er sich in Sachen Gepflegtheit und Lage durchaus mit viel höher bewerteten Plätzen messen.
Alte Erinnerungen werden hier wieder wach, denn vor ca. 25 Jahren waren wir mit unseren Kindern und Christa, Norbert und Tina schon einmal hier. Übrigens haben wir jetzt ca. 1/3 der gesamten Strecke geschafft. Wir sind stolz auf uns. 👍😊🚴🚴

Auf dem Weg nach Amboise

Mittwoch, 20. Juli 2016

12. Etappe Orléans - Blois 89 km (gesamt 858 km)

Blick auf die Loire bei Blois
Die große Hitze ist erst einmal weg, leider aber auch der strahlend blaue Himmel. Unterwegs hat es fast unaufhörlich getröpfelt. Auf der anderen Seite der Loire hat es sogar geblitzt. Blois ist aus unserer Sicht nicht unbedingt der erste Ort an der Loire, da kommen sicherlich noch interessantere Städtchen. Da es schon spät geworden ist, schreiben wir heute nicht so viel.

Dienstag, 19. Juli 2016

11. Etappe Sully-sur-Loire - Orleans 56 km (769 km)

Obwohl es heute wieder sehr warm wurde, sind wir eine wunderschöne Etappe gefahren. Keine Steigungen bzw. schnelle Straßen mit lauten LKW, einfach nur am Fluss entlang. Der gut ausgebaute und sehr gut beschilderte Loire-Radweg ist einfach ein Traum. Über weite Strecken beschatten überhängende Bäume den Weg. Mehrmals wechselten wir die Uferseiten, wodurch sich immer neue Perspektiven ergaben.
Loire, hier mit sehr wenig Wasser und einer Sandbank in der Mitte

Montag, 18. Juli 2016

10. Etappe Sens - Sully-sur-Loire 101 km (gesamt 713 km)

Wir wussten heute von Anfang an, dass es eine schwere und lange Etappe werden wird. Außerdem waren 34° angekündigt. Gefühlt waren es aber 40°, denn der Asphalt strahlte während der Fahrt zunehmend stärker. Wir hatten vorher überlegt, nur die halbe Etappe bis Montagris zu fahren,  aber die Loire reizte uns zu sehr. Ab dort gibt es nur schöne Aussichten, aber keine Berge mehr. Von 8:45 Uhr bis 17:00 Uhr waren wir unterwegs. Wir hatten dann auch beschlossen, nicht auf einen Campingplatz, sondern in eine B&B-Unterkunft von "Gite de France" zu gehen, weil wir bisher gute Erfahrungen gemacht hatten. Als wir im Ort Sully ... nach dem Weg fragen wollten, kam ein Mann auf uns zu und bot uns seine Hilfe an. Es stelle sich heraus, dass er der Eigentümer der von uns gesuchten Unterkunft war. Welch ein Zufall. Er fuhr mit seinem Pkw vor und wir mit allem was wir drauf hatten (30-40km/h) hinterher.  Auf jeden Fall fanden wir zügig zu unserer Unterkunft und ab unter die kühle Dusche.
Chateau Sully-sur-Loire

es geht wieder heftig bergauf

Sonntag, 17. Juli 2016

9. Etappe Romilly-sur-Seine - Sens 57 km (gesamt 612 km)

Sonnenblumen soweit das Auge reicht
 
Klatschmohn
Heute waren wir schon recht früh auf dem Rad. Um 9:00 Uhr ging bei strahlend blauem Himmel los. Eine schöne, aber recht warme Tour kündigte sich an. Diesmal wurde es auch wieder etwas hügeliger. Wir kamen aber zügig voran, sodass wir schon gegen 14:00 Uhr in Sens ankamen. Wegen der großen Hitze gingen wir in ein Hotel und auch deshalb, weil morgen über 90 km anstehen. Dann können wir wieder um 9:00 Uhr  starten und haben schon gefrühstückt.
Verrückt finden wir es, dass wir mittlerweile 1120 Klicks auf diesem Block haben. Ich hätte wohl doch vorher mit Peter oder Günni sprechen sollen, wie man so etwas vermarktet. Ha, ha, ha, ...

Samstag, 16. Juli 2016

8. Etappe Châlon-en-Campagne - Romilly-sur-Seine 77 km (gesamt 555 km)

Wie man am Zielort sieht, haben wir die Champagne wieder verlassen. Wir sind jetzt in der Region "Aube" an der Seine. Die Hügel werden immer flacher und so haben wir uns auch wieder mehr Kilometer zugetraut. Heute morgen war es bei der Abfahrt noch bedeckt und später wurde es immer sonniger und wärmer. Weite Landschaften mit landwirtschaftlicher Nutzung bestimmen bis hier hin das Bild. Kurz vor unserem Zielort wollten wir noch eine kurze Trinkpause einlegen. Hier kam uns ein schattenspender Baum mit einer Bank darunter gelegen. Wir wollten uns gerade hinsetzen, als wir von unzähligen, großen Mücken attackiert wurden. Obwohl wir sofort flüchteten, hat jeder von uns ca. 20 Stiche abekommen. Selbst durch eine schnelle Fahrt wurden wir die Moskitos kaum los. So beschlossen wir, nicht auf einem Campingplatz zu übernachten, sondern in einem Hotel. Das Seinegebiet hat hier unzählige kleine Nebenarme und kleine Seen. Mit dem Regenwetter der vergangenen Tage sind das wohl ideale Voraussetzungen für die kleinen Plagegeister.
Klatschmohn bis an den Horizont

Freitag, 15. Juli 2016

7. Etappe Val-de-Vesle - Châlon-en-Champagne 61 km (gesamt 478 km)

Nachdem wir heute gegen 10:00 Uhr unsere Unterkunft verlassen haben, ging es weiter in die sehr schöne Stadt Châlon, nur 40 km entfernt. Wir hatten Kaiserwetter und außerdem kaum Steigungen zu überwinden. Gegen 14:00 Uhr waren wir auf dem Municipal-Campingplatz in Châlon. Zelt aufbauen, etwas relaxen und ab in die Altstadt. Da wir noch einige Infos für die nächste Unterkunft benötigten, sind wir zuerst in das Office de Tourisme. Rein zufällig fand dort eine Champagner-Verkostung statt, an der wir nicht vorbei konnten. Danach ging es in die sehr schön restaurierte Kathedrale. Nun sitzen wir in einer Bar und schreiben an unserem Blog.

Kathedrale in Châlon-en-Champagne

Wieder Futterpflanzen


Donnerstag, 14. Juli 2016

6. Etappe Jandun - Val-de-Vesle (Champagne) 71 km (gesamt 420 km)

Auf Anraten unserer Gastwirtin von gestern sind wir nicht nach Reims, sondern nach Val-de-Velse (östlich von Reims) gefahren, weil die Innenstadt für Radfahrer nicht gut geignet sei und die Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum doppelt bis dreifach so teuer sind als in der Peripherie. Außerdem verkürzte  sich so unsere Gesamtstrecke etwas. Wir nutzen also nicht die geplante Garmin-Route, sondern haben das Navi frei routen lassen. Herausgekommen ist eine wunderbare Tour, die wir bei tollem Wetter auf kleinen Straßen gefahren sind. Wir wurden fast nicht überholt von PKWs oder gar LKWs. Die Campagne fährt sich bisher deutlich einfacher als die Ardennen. Die Hügel sind flacher und langgestreckter. Man hat oft eine Sicht von mehreren Kilometern.
Ein besonderes Lob bekommt heute Rita. Sie transportiert mit ihrem E-Bike immerhin 5-6 kg mehr als ich. Es ist für Sie einfach selbstverständlich, weil sie ja einen Motor hat.
Das E-Bike schlägt sich übrigens sehr gut. Es hatte bisher keine Aussetzer und der Akku wurde immer nur bis max. 50% entladen. Teu, Teu Teu ...

Mittwoch, 13. Juli 2016

5. Etappe Douzy - Jandun (Ardennen) 69 km (gesamt 349 km)

Nachdem es fast die ganze Nacht hindurch geregnet hatte, kamen wir heute Morgen etwas spät aus den Federn. Erst gegen 10:00 Uhr saßen wir auf den Rädern. In Douzy hatte dann aber schon die erste Kaffeebude auf und nebenan auch ein Boulanger. Damit war die Welt erst einmal in Ordnung. Wir haben uns dort die Bäuche vollgeschlagen und als wir wieder losfahren wollten, fing es leicht an zu tröpfeln. Nach einer weiteren Stunde wurde aus den wenigen Tröpfchen ein heftiger Schauer und es gab keine Unterstellmöglichkeit weit und breit. Irgendwie habe ich es geschafft, ohne Regenjacke weiterzufahren. Die Softshelljacke war mittlerweile triefend nass. Als sich dann der erste Regen gelegt hatte, kamen dann ein paar giftige Anstiege. Weil ich immer noch Angst um meine Kette hatte, habe ich einige Steilstücke geschoben. Rita musste sich einmal komplett umziehen, weil der heftige Regen in regelmäßigen Abständen wieder kam. Nass wie die Pudel sind wir bei unserer Unterkunft angekommen. Dort eröffnete uns der Gastwirt, dass wir zwar für eine Woche, aber nicht nur für einen Tag bleiben können. Er half uns aber mit seinem Tefefon eine andere Unterkunft zu finden. Hierfür mussten wir kalt und durchnässt dann leider noch einmal 10 km radeln.
Allerdings hat uns dieses Zimmer voll entschädigt. Die Gastwirte "Jocelyne et Joël Bournonville, 11rue Millaville, 08430 Jandun" sind sehr nett. Sie haben für uns auch die nächste Unterkunft gebucht, damit wir nicht wieder vor verschlossenen Türen stehen. Jocelyne hat uns auch ein tolles 4-gänges Abendmenü gezaubert. Zu allem Überfluss gibt es morgen auch ein Frühstück.
was wünscht man sich mehr als rosa Kopfkissen

Dienstag, 12. Juli 2016

4. Etappe Neufchâteau - Douzy (franz. Ardennen) 62 km (gesamt 280 km)

Zu unserer heutigen Etappe sind wir um 9:20 Uhr, leider ohne Frühstück, gestartet. Eine Banane musste reichen. Allerdings konnten uns die grünen Hügel der belgischen Ardennen entschädigen. Wir hatten fast überall tolle Aussichten. Die Ardennen sind ländlich und dünn besiedelt, sowohl in Belgien, als auch in Frankreich. Gegen 11:30 Uhr fanden wir auf unserer Strecke einen Supermarkt. Wir sorgten dort dann für unser leibliches Wohl. Da wir auch die halbe Strecke unserer Tagesetappe geschafft hatten, war wieder alles gut. Wir kamen schnell voran, mussten allerdings lange an einer schnellbefahrenen Straße fahren. In Douzy sind wir gegen 15:30 Uhr auf einem öffentlichen Campingplatz angekommen. Unsere technischen Probleme scheinen vergessen. Alles lief ohne Probleme.
gute Laune, trotz fehlendem Frühstück


Montag, 11. Juli 2016

4. Tag in Neufchâteau

Der kleine Ort Neufchâteau macht einen etwas verschlafenen Eindruck. Da wir auf unserem Campingplatz nicht frühstücken konnten (die Restauration beginnt hier erst ab 13:00 Uhr) haben wir um 9:00 Uhr unser Glück im Ort versucht. Leider hatten noch alle Cafés geschlossen. Wir haben dann einen Bäcker in einem verstecken Winkel gefunden, nur weil wir dem intensiven Duft nach frisch gebackenem gefolgt sind.
Erst gegen 10:30 Uhr bekamen wir unseren cafe au lait. Ab dann war die Welt wieder in Ordnung.
kleiner See, direkt am Campingplatz



Sonntag, 10. Juli 2016

3. Etappe Troisvierges - Neufchateau 70 km (gesamt 218 km)

Zu Anfang unserer heutigen Etappe folgten zuerst einem Vorschlag unseres Pensionswirts aus Troisvierges. In Houffalize (Belgien) ist ein Bikespezialist der auch am Sonntag repariert, weil dort ein Moutainbike-Park ist. Wir mussten in Houffalize dann zwar 2 Stunden warten, aber der Mann im Fahradverleih war super. Jetzt habe ich eine neue Kassette und eine neue Kette (für 100€), natürlich von einem Profi montiert. Danach ging es über Boutrance nach Neufchateau. Mein Rad lief einwandfrei. Hoffentlich bleibt das so.
Die Tour war schon sehr anstrengend. Die sanften Hügel machen einem ganz schön zu schaffen, auch wegen des intensiven Sonnenscheins. Aber wir sehen das alles als Training für Spanien. Morgen ist erst mal Popo-Pause.


Samstag, 9. Juli 2016

2. Etappe Robertville - Troisvierges 72km (gesamt 148km)

immer mal mit dem Navi kommunizieren
Eine wunderschöne Strecke, aber nichts für Städter. Die bekommen hier bestimmt einen "grün-Schock". Das bergige rauf und runter hält sich auf dieser Strecke auch in Grenzen. Da Robertville ein eher verlassenes Netz ist, waren wir zu Anfang erst einmal ausgiebig frühstücken im deutschen Bütgenbach. Gestärkt sind wir danach wieder auf den Vennbahnweg zurück. Nach ca. einer Stunde machte es an meinem Rad "klack" und ich konnte nicht mehr richtig schalten. Die Ursache war eine verrutschte Umwerferhalterung. Leider habe ich das nicht sofort erkannt und mit meinen Versuchen erst einmal die Schaltung  total verstellt. Als dann alles wieder halbwegs lief, sind wir in einen Fahrradladen in St. Vith. Hier hat uns der sehr nette, ältere Inhaber die Schaltung wieder eingestellt. Mit neuem Mut haben wir dann erst einmal ein Eis gegessen, um dann gestärkt weiter zu fahren. Es dauerte dann wieder eine Stunde  bis mir die Fahrradkette riss und ich mich auf die Nase legte. Aber Kette neu verbinden hatte ich ja vor der Tour geübt. Trotzdem hatte ich einen Niet wohl nicht präzise genug gesetzt. Die Kette war zwar repariert, würde aber wohl nicht lange halten. Wir haben es riskiert und sind dann ohne weitere Probleme in Troisvierges gelandet. Ich habe die Kette dann in unser Unterkunft mit Hilfe unseres Gastwirts dann noch einmal neu genietet. Jetzt sieht es gut aus.

Der Vennbahnbweg ist hier zu Ende, schade. Morgen geht es weiter südlich nach Belgien.

Besonders erwähnen möchte ich noch unser tolle und preiswerte Unterkunft. Wir wohnten in einem Appartement in der Rue Eichelsberg 20 bei Frau Kreins. Die Gastwirtsfamilie war sehr nett und außerordentlich hilfsbereit. Das Haus ist sehr zu empfehlen.

Freitag, 8. Juli 2016

1. Etappe Alsdorf-Robertville 76km


Unser Abenteuer beginnt. Wir sind heute Morgen um 9:00 gestartet und über den Vennbahnradweg bis nach Robertville (Ankunft 16:15 Uhr) in Belgien gefahren. Unterwegs haben wir mehrmals angehalten, weil wir wohl den Sattel nicht mehr gewohnt sind und der Vennbahnweg kontinuierlich bis auf 550 m ansteigt. Ab Lammersdorf war es angenehmer, weil wir dann oben waren.
Der Vennbahnweg bietet ab Roetgen wunderschöne Ausblicke und war prima zu fahren, auch weil nur wenige Radler unterwegs waren. Wir übernachten auf dem Campingplatz "Camping Belle-Vue" in Robertville.
auf geht's, die Tour beginnt